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Röntgen: Gallenblase und der Gallenwege

Röntgen: Gallenblase und der Gallenwege

Cholecystocholangiogramm / Röntgen der Gallenblase und der Gallenwege

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

die Behandlung einer Erkrankung bietet um so bessere Erfolgsaussichten, je genauer Art und Umfang der Erkrankung festgestellt werden können. Ihr behandelnder Arzt hat Sie deshalb zu einer radiographischen Untersuchung mit Kontrastmittelapplikation überwiesen. Die Untersuchungsmethode soll krankhafte Veränderungen für den Arzt sichtbar machen.

Das radiographische Bild entsteht durch eine unterschiedliche Körperabsorption mittels einer Röntgenröhre und einem speziell absorbierenden Film. Es lassen sich dadurch Körperabschnitte in höchster Bildauflösung darstellen. Die Untersuchung erfolgt zum Teil bei Atemstillstand, so dass Unschärfen der Bildgebung durch Ein- oder Ausatmung nicht auftreten. Durch gezielte Durchleuchtung lassen sich einzelne Körperabschnitte von verschiedenen Ansichten betrachten. Durch ergänzende Schichtaufnahmen (Tomographie) lassen sich kleine Details an der Gallenblase und den Gallengängen erkennen.

Bei den durchzuführenden Untersuchungen ist die intravenöse Gabe von Kontrastmittel erforderlich. Das Kontrastmittel enthält Jod. Obwohl die modernen Kontrastmittel in aller Regel gut vertragen werden, sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

Ist bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion oder Hyperthyreose bekannt, so sollten Sie keine jodhaltigen Röntgenkontrastmittel erhalten. Bei bekannter Allergie gegen Jod oder jodhaltige Röntgenkontrastmittel dürfen Sie nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen Kontrastmittel erhalten.

Weisen Sie uns bitte darauf hin, wenn bei Ihnen andere Allergien, Zuckerkrankheit, Erkrankungen des Knochenmarks oder Schädigungen der Nieren bekannt sind. In diesen Fällen ist eine Kontrastmittelgabe eventuell nicht angeraten.

Auch bei nicht bekannter Allergie können gelegentlich leichtere Reaktionen auf eine Kontrastmittelgabe – wie z.B. Nies- und Juckreiz – auftreten, die normalerweise keiner weiteren Behandlung bedürfen.

Extrem selten sind unvorhersehbare, schwere allergische Reaktionen bis hin zum Schock, die eine Krankenhausbehandlung erforderlich machen können. Wir sind auf diese Situation vorbereitet und können im Notfall gezielt helfen.

Um unter anderem das Kontrastmittelrisiko bei Ihnen möglichst gering halten zu können , wird Sie der  untersuchende Arzt unter anderem Folgendes fragen:

  • Ist bei Ihnen wegen einer Allergie, einer Schilddrüsenüberfunktion,  einer schweren Herzinsuffizienz, einer schweren Nierenerkrankung oder Ihrer Meinung noch aus anderen Gründen eine Kontrastmittelgabe nicht  möglich? Wenn ja, welche?
  • Besteht bei Ihnen eine Allergie gegen Jod oder Kontrastmittel?
  • Wurde bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt?
  • Besteht bei Ihnen eine schwere Nierenfunktionsstörung, eine schwere Herzinsuffizienz oder ein Diabetes?
  • Besteht bei Ihnen eine Schwangerschaft oder gibt es Ihrer Meinung nach andere, bisher nicht genannte Gründe, weswegen eine Röntgenuntersuchung oder Kontrastmittelgabe nicht möglich sein sollte?

Das applizierte Kontrastmittel wird durch die Leber in das Gallengangssystem und die Gallenblase ausgeschieden. Die dafür erforderliche Zeit beträgt ca. 1-2 Std. Rechnen Sie daher mit einer Gesamtuntersuchungsdauer von circa 3 Stunden.

Im Anschluss an die Untersuchung nach Fertigstellen der Aufnahmen wird der Arzt mit Ihnen das Ergebnis besprechen. Ein ausführlicher Befundbericht über das Ergebnis der Untersuchung wird Ihrem Haus- oder Facharzt zugeschickt. Der Befund wird dem zuweisenden Arzt in aller Regel spätestens 2 Tage nach Durchführung der  Untersuchung vorliegen. In dringenden Fällen ist eine telephonische Befundübermittlung oder das Erstellen von einem Kurzbefund ebenfalls möglich.

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

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