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PET und PET-CT

In der technologischen Erweiterung der Positronenemissionstomographie (PET) ist die kombinierte PET-CT eine bildgebende Methode zur Visualisierung anatomischer Strukturen und molekularer Stoffwechselvorgänge durch eine quasi-simultane Untersuchung in einem Gerät. Bereiche mit hoher Stoffwechselaktivität lassen sich so leichter präzise einer Gewebeschicht oder einem Organ zuordnen. Auffällige Befunde, auf deren Basis ein Tumor oder eine Gewebeentnahme exakt durchgeführt wird, können sicherer beurteilt werden.

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Diese nuklearmedizinische Untersuchung kann Patienten aus dem Bereich der Sozialversicherung / den gesetzlichen Krankenkassen leider nur nach Befürwortung durch den Ärztlichen Dienst der Krankenkassen angeboten werden, da es mit hohen Kosten verbunden ist. Privatversicherte oder selbst zahlende Patienten können dieser Untersuchung zugewiesen werden.

Wie funktioniert die PET-CT?

Bei der ganz überwiegenden Mehrzahl der indizierten onkologischen Fragestellungen stützt sich die PET-CT auf den Umstand, dass in Krebszellen der Zuckerstoffwechsel oder wie beim Prostata-Carcinom der Cholinstoffwechsel gestört ist und dadurch eine gegenüber gesundem Gewebe deutlich gesteigerte Aufnahme des injizierten Moleküls/Radiopharmakons resultiert.
Durch radioaktive Markierung (z.B. mit dem Positronenstahler Fluor-18) bestimmter Moleküle kann diese vermehrte Aufnahme mit geeigneten Detektoren in Koinzidenzschaltung registriert werden.
Das physikalische Prinzip der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) beruht auf der schichtweisen Messung der Aktivitätsverteilung des Positronen emittierenden Nuklides im Patienten. Die beim radioaktiven Zerfall freigesetzten Positronen (Anti-Teilchen des Elektrons) werden nach kurzer Distanz beim Zusammentreffen mit einem Elektron vernichtet. Die Massen der beiden Teilchen (Positron und Elektron) werden dabei in Quanten umgewandelt. Durch die gleichzeitige Detektion (Koinzidenz-Detektion) der beiden unter 180° ausgestrahlten Quanten werden die Projektionen der Radioaktivitätsverteilung in der betrachteten Schicht gemessen. Die Berechnung der Aktivitätsverteilung aus den gemessenen Projektionen erfolgt nach verschiedenen Korrekturen (Schwächung, Streuung etc) mittels spezieller Software.

Mit der heute üblichen Technik werden dabei vom Auswertecomputer Schichten aus jeder gewünschten Ansicht (links, rechts, oben, unten, vorn und hinten) berechnet. Diese Schichten zeigen anatomische Details aber auch die Abbildung von pathologischen Stoffwechselprozessen und deren Intensität.
Mit dieser Perspektive hebt sich die PET-CT von der Computertomographie (CT) grundsätzlich ab, da die CT im Wesentlichen die Morphologie und Perfusion der Körperorgane erfassen kann.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Die Gemeinschaftspraxis bietet dieses Verfahren in Kooperation mit dem PET-Zentrum der Universitätsklinik Bonn an. In den Räumlichkeiten der Nuklearmedizinischen Klinik (Direktor Prof. Dr. med. Biersack) mit dem dortigen Assistenzpersonal wird der technische Teil der Untersuchung durchgeführt. Dieser Ansatz garantiert optimal geschulte, durch hohes Untersuchungsaufkommen erfahrene Assistenz.

Nach der Aufnahme im PET-Zentrum wird Ihnen nach einem vorherigen Gespräch intravenös das Radiopharmakon appliziert. Nach einer bestimmten Wartezeit nach der Injektion erfolgt die Messung in dem Tomographen, wobei Sie längere Zeit - die Messung kann 20 bis 40 Minuten dauern - auf dem Rücken auf einer Untersuchungsliege liegen.

Bei Untersuchungen der Glucoseutilisation muss mindestens 4 Stunden im Vorfeld der Untersuchung ein nüchterner Zustand gewährleistet sein.

Gehen Sie häufig vorher zur Toilette, insbesondere vor der Untersuchung um Probleme während der Messung zu vermeiden. Legen Sie vor der Untersuchung alle Gegenstände aus Metall ab. Während der Untersuchung muss jede Bewegung des Körpers unterbleiben, um eine technische Abbildungsunschärfe zu vermeiden.

Wann ist die PET-CT indiziert? Wann sollte die PET eingesetzt werden?

Zur Beantwortung dieser Frage wurden im Rahmen von Konsensuskonferenzen, d.h. unter Verwendung der klinischen Erfahrungen und Forschungserkenntnisse verschiedene Indikationsklassen erstellt, die gewissermaßen die Aussagekraft und Indikationswürdigkeit der PET / PET-CT beschreiben. Dabei wurden die verschiedenen untersuchten Erkrankungen nach Einsatzmöglichkeiten der PET in die Gruppen I (angemessen) bis III (ohne nachgewiesenen Nutzen) eingeteilt. Eine Einstufung nach Ia oder Ib weist dabei auf einen grundsätzlich anerkannten, auch wissenschaftlich belegten Nutzen der Methode bei der entsprechenden Erkrankung hin. Die Einstufung II - III bedeutet zusammengefaßt, daß entweder ein klinischer Nutzen auf Basis derzeitiger Erkenntnisse tatsächlich nicht vorliegt, die PET-Methode also nicht sinnvoll angewandt werden kann, oder die aktuellen wissenschaftlichen Daten für eine günstigere Einstufung nicht ausreichen. In den Klassen II und III bedeutet dies nicht eine pauschale Nutzlosigkeit der Methode, erforderlich ist vielmehr eine individuelle sehr genaue Indikationsstellung. Umgekehrt bedeutet aber auch eine Einstufung nach Klasse Ia nicht die zwingende Notwendigkeit zur Durchführung einer PET-Untersuchung.
Zur Indikationsstellung bedarf es in der Regel eines vorherigen Gespräches mit dem betreuenden Onkologen oder Kliniker.

Hier finden Sie die derzeitigen Indikationen der Indikationsklassen Ia und Ib sowie IIa und IIb.